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Stromer im Aufwind: E-Auto-Skepsis schwindet

Die Elektromobilität nimmt auf Deutschlands Straßen massiv Fahrt auf. Immer mehr Autofahrer verabschieden sich von ihren alten Vorurteilen und ziehen den Umstieg auf ein E-Auto ernsthaft in Betracht.

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E-Autos sind im Aufwind – auch in der Wahrnehmung der Käufer. Bild: Kia

Ein spürbarer Gesinnungswandel rollt durch die Garagen der Nation. Die Elektromobilität verlässt ihre Nische endgültig und überzeugt selbst hartgesottene Verbrenner-Fans mit beeindruckender Dynamik.

Strom statt Sprit erobert die Garage
Die TÜV Mobility Studie 2026 belegt den Wandel schwarz auf weiß. Ein Viertel aller Autokäufer entscheidet sich mittlerweile direkt für einen reinen Stromer, während weitere 25 Prozent zum Hybrid greifen. Klassische Benziner, Diesel oder Gasantriebe halten sich bei 35 Prozent, während der Wasserstoffantrieb mit mickrigen vier Prozent eine Randerscheinung bleibt. Selbst wer eigentlich Verbrenner bevorzugt, wankt zunehmend: 23 Prozent dieser Gruppe stellen sich heute einen Umstieg auf reine E-Autos vor. Bei den Fahrern unter 30 Jahren steigt dieser Anteil sogar auf satte 31 Prozent. Mittlerweile steht bereits in neun Prozent aller Haushalte mit Auto mindestens ein Stromer.

Vorurteile lösen sich in Luft auf
Die Akzeptanz steigt, weil alte Mythen rasant an Kraft verlieren. Nur noch sechs Prozent der Befragten stempeln den E-Antrieb als unassgereift ab, verglichen mit 15 Prozent im Jahr 2024. Auch Sicherheitsbedenken schrumpfen deutlich von 18 auf zwölf Prozent. Angst vor fehlendem Fahrgefühl bremst mit mageren zwei Prozent praktisch niemanden mehr aus. Gleichzeitig sinkt die Skepsis bezüglich der Umweltbilanz auf 39 Prozent. Ein breiteres Modellangebot, staatliche Anreize und konstant hohe Spritpreise treiben diesen Gesinnungswandel unaufhaltsam an.

Wo der Schuh im Alltag noch drückt
Ganz ohne Sorgen rollt die Welle allerdings noch nicht über den Asphalt. Zu hohe Anschaffungskosten bremsen die Kauflust bei 57 Prozent der Befragten massiv ab. 52 Prozent bemängeln weiterhin zu geringe Reichweiten, während jeder Zweite über fehlende oder schwer erreichbare Ladesäulen klagt. In allen drei Punkten stieg die Skepsis gegenüber 2024 sogar leicht an. Dennoch blickt die Mehrheit optimistisch nach vorne: 35 Prozent erwarten die vollkommene E-Normalität innerhalb von zehn Jahren, während 39 Prozent fest an ein dauerhaftes Nebeneinander der Antriebe glauben.